Nordverlängerung A71 oder Ausbau B180 ?

Aktuell wird vom Land Sachsen-Anhalt im Zuge von Maßnahmen gegen den Strukturwandel eine Verlängerung der A71 ab Sangerhausen bis nach Plötzkau vorgeschlagen, wo dann der Anschluss an die A14 gewährleistet wäre. Dieses Projekt war schon mal beantragt, wurde dann jedoch mangels Auslastung und Rentabilität nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen.

Verschiedene Interessenlagen:  z.B. Mansfeld, Siebigerode

Nordverlängerung symbolischAktuell wälzt sich ein Großteil des Schwerverkehrs von der A 36  über Schleichwege durch Westdorf/Welbsleben nach Quenstedt auf die B 180 und dann auf der B86 durch Mansfeld/Siebigerode in Richtung A 38.

Während für die Südumfahrung Aschersleben im Frühjahr der Startschuss fallen soll, bleibt die Lage für Mansfeld und Siebigerode weiterhin kritisch, wie die vielen Proteste und die Diskussion um geeignete Maßnahmen zeigen.

Die Verlängerung der A71 direkt an die A14 könnte möglicherweise Siebigerode und Mansfeld entlasten. In Ermangelung einer öffentlich zugänglichen Analyse kann nur spekuliert werden, wie hoch das Verkehrsaufkommen der in Richtung Aschersleben/Braunschweig steuernden LKW’s sein wird, welche  diese Nordverlängerung sehr schnell wieder über die jetzige B180 verlassen würden.

Als weitere Frage bleibt, welche Rechtsmittel zur Verfügung stehen,  den nach Norden/Aschersleben drängenden Schwerlastverkehr von der B 86 und damit aus den Dörfern zu kriegen. Denn vielfach zählt weiterhin die auf dem Navi angegeben „kürzeste Strecke“.

Ausbau  B 180 zur Autobahn preiswerter  und Umwelt schonendere Alternative?

In  der Stadt Aschersleben und den umliegenden Dörfern sind es mehrere Bürgerinitiativen, welche seit Jahren darauf drängen, dass nun die Südumfahrung und Verbindung zwischen A36 und B180 nach zwanzigjähriger Planung endlich realisiert wird. Nach aktuellstem Stande beginnen die Vorarbeiten zum Bau des Viaduktes über die Eine im Frühjahr.

In Diskussionsforen wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob nach einer Eröffnung dieser Umfahrung und des direkten Autobahnanschlusses die B180 das Verkehrsaufkommen noch zu bewältigen vermöge oder ein Ausbau auf 4 Spuren angestrebt werden müsse.  Diese Idee wird damit begründet, dass die B 180 bis Rothenschirmbach durch keine Dörfer mehr führt, ein Ausbau folglich leichter zu bewerkstelligen sei, als eine vollständig neue Trasse.  Mit dem Anschluss der B 180 an die A36 in Aschersleben seien für die Verkehrsteilnehmer beider Routen, nämlich A36 in Richtung A14 und A36 in Richtung Braunschweig die Verbindungen gewährleistet.

Sicherlich werden hierzu noch viele Diskussionen stattfinden und  vielleicht sieht man die beiden Linienvarianten einmal in einer Gegenüberstellung ihrer Vor- und Nachteile, auch was Verkehrsdichte betrifft.

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