Bezahlschranke MZ und Volksstimme – ein teurer Spaß!

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Seit einigen Tagen findet man in der Volksstimme immer mehr Beiträge mit angetexteten Themen, welche dann als e-Paper vollständig zu lesen sind.

Die Volksstimme macht verschiedene Abo-Vorschläge, wobei das normale E-Abo für Nichtabonnenten der Printausgabe im ersten Monat für 2 € angeboten wird, anschließend kostet es dann 24.10 € .  Die MZ verlangt  21.95 für das vergleichbare Monatsabo.

Gerade für die Einwohner im Schnittgebiet der beiden Zeitungen oder einzelner Lokalausgaben,  werden diese Abos zum Problem, denn löst man das für beide Zeitungen, landet man pro Jahr bei über 500 € Abo-Kosten.

Kein voller Zugriff, sondern nur Regionalausgabe

Damit ist aber noch nicht Schluss, denn bei der MZ ist es offensichtlich, dass ich für diese 21.95 Zugriff auf die Mantel- und eine Regionalausgabe habe…  Die anderen Regionen haben wieder eine Bezahlsperre.

Vergleich: Im Hochpreisland Schweiz kostet die digitale Gesamtausgabe  des Tages-Anzeigers inkl. e-Paper 312 Franken (ca. 290 Euro/Jahr).  Die neue Zürcher Zeitung gibt es  mit zusätzlichem Deckblatt Deutschland für 10 €/Monat.  Vergleicht man nun diese Zeitungen miteinander, so stellt sich schon die Frage, womit dieser hohe Abo-Preis für Regionalausgaben gerechtfertigt werden soll. Denn: Natürlich lassen sich Volksstimme oder MZ in Sachen Auflage mit dem Tages-Anzeiger vergleichen. Im Gegensatz zur Schweizer Zeitung kriegen die Leser jedoch mit einem gleich teuren Abo nur Zugriff auf eine Regionalausgabe.

Fazit: Um die Vollausgabe der MZ mit einer Auflage von ca. 145 000 Zeitungen uneingeschränkt lesen zu können, müsste ich also 17 Regionalausgaben für monatlich je 21,95 abonnieren.

Da sich Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme inzwischen in einer Hand befinden, stellt sich die Frage, weshalb es hier kein Abo-Kombi gibt.  Einmal für die beiden Zeitungen, aber auch massive Preisnachlässe für das Buchen von mehr als einer Regionalausgabe der einzelnen Zeitungen.

Nach Auskunft der Service-Stelle ist bislang ein derartiges Abo nicht vorgesehen.

Schreibe einen Kommentar